Nit lang waade, kölsch schwade

Kölsche Redensarten

Redensarten, Sprichwörter, Redewendungen und Sprüche, die es so nur in Köln gibt. Mal derb, mal poetisch, mal humorvoll, hier und da sogar ein bisschen philosophisch.
Ein Klick auf den jeweiligen Spruch zeigt die hochdeutsche Übersetzung sowie etwaige Erläuterungen.
 
  • Ausrufe

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    Anna, ming Droppe (ming Hätz es am kloppe)
  •  
    Anna, (gib mir) meine Tropfen (mein Herz ist am klopfen)
    Ausruf bei Aufregung oder auch nach einem Schreck (die Beruhigungstropfen müssen her)
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    Annemie, ich kann nit mieh
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    Annemarie, ich kann nicht mehr
    Ausruf bei Erschöpfung (gerne kurz vor Karnevals-Ende :-))
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    Blos dir jet
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    Blas dir was = Dann eben nicht
    Ganz ohne Anzüglichkeiten bedeutet es "na dann eben nicht" oder "rutsch mir doch sonstwo runter".
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    Hänt ming Tant Klötz, wör et minge Onkel
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    Hätte meine Tante Hoden, wäre es mein Onkel
    Ausspruch, wenn etwas nicht mehr rückgängig gemacht werden kann oder wenn etwas nur im Wunschdenken möglich ist ("was wäre gewesen, wenn?")
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    Kölle Alaaf
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    Köln allein
    Dieses weltberühmte Hoch auf den Kölner Karneval wurde erstmals im 16. Jahrhundert durch den Fürsten Metternich in einer Bittschrift verwendet (Cöllen al aff = Köln über alles). Im Karneval 1733 wurde es als Lob- und Trinkspruch nachgewiesen. "Köllen Alaaf" wird übersetzt mit "Köln allein - die alte Stadt vornean!" Das "n" in "Köllen" wurde später einfach weggelassen.
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    Leck mich en de Täsch
  • Leck mich in der Tasche
    Ausruf des Erstaunens, Unglaubens oder Überrascht seins. Mit der Tasche ist die Gesäßtasche der Hose gemeint. Gleichzeitig ist der Spruch ein Euphemismus für "leck mich am A..."
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    Schriev dir en Mark an
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    Schreib dir eine Mark an
    Ausruf von jemandem, der von seinem Gegenüber genervt ist, weil dieser (seiner Meinung nach) etwas besser weiß, besser kann etc. und damit prahlt. Nebenbei sei bemerkt, dass man auch nach 20 Jahren Euro nicht sagt: "Schriev dir ene Euro an".
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    Un hingen drop steiht luur ens
  • Und hinten drauf steht guck mal
    Ausspruch des nicht glauben wollens, etwas stark in Zweifel ziehen. Etwa wie "jaja und ich bin der Kaiser von China"
  • Geläster

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    Dä es en Vollwoch
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    Der ist in (der) Vollwoche = Der ist die ganze Woche über betrunken.
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    Dä es esu schäl, dat em de Trone de Rögge eravlaufe
  •  
    Der schielt so sehr, dass ihm die Tränen den Rücken runterlaufen
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    Dä hät en Ääz am wandere
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    Der hat eine Erbse am wandern
    Und zwar nicht durch die Verdauungsorgane, sondern temporär durch's Oberstübchen. Da spinnt also jemand (kurzfristig) rum.
    Auch bekannt und mit gleicher Bedeutung aber weniger geläufig ist "Dä hät en Ääz am kruffe" = Der hat eine Erbse am kriechen
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    Dä hät en Bomb jeköpp
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    Der hat eine Bombe geköpft
    Im Sinne von "den Ball köpfen" - da hat also jemand Bekanntschaft mit einer Bombenexplosion gemacht und leidet nicht unter Kopfschmerzen, sondern unter einem "Riss in der Schüssel"
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    Dä hät kinne Platz för Buchping
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    Der hat keinen Platz für Bauchschmerzen = der ist sehr dünn
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    Dat hät en Schnüss, dat kann de Sparjel quer esse
  •  
    Die hat einen Mund, die kann den Spargel quer essen = einen ziemlich breiten Mund haben
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    Dat es ene janz abstrackte Minsch
  • Das ist ein ganz widerlicher Mensch
    "Abstra(c)kt" bedeutet im Kölschen etwas anderes als im Hochdeutschen, nämlich "abstoßend, widerlich" oder auch "grob". So kann man nonchalant einen Nicht-Kölschen beleidigen, ohne dass dieser es merkt.
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    E Föttche wie e Sesterpääd han
  •  
    Ein Hintern wie ein Sesterpferd haben = ein enormes Hinterteil haben
    "Sesterpferde" waren die stämmigen Arbeitspferde, die die Fuhrwerke der Kölschbrauerei Sester zogen.
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    Ene Kopp wie d'r Apostelklotz han
  •  
    Einen Kopf wie der Apostelklotz haben
    Das sagen die Kölner über jemanden, der einen großen Kopf hat (auch bei einem "Kater") oder auch über jemanden, der vergesslich ist. Im Volksmund wird die 70 Kilo schwere Metallkugel auf dem hohen Vierecksturm der Apostelkirche am Neumarkt "Apostelklotz" genannt. 1821 soll sich ein Schneider in dieser Kugel häuslich eingerichtet haben, nachdem sie den Weg nach unten gefunden hatte. Seitdem heißt es auch: Em Apostelklotz finge sibbe Schneider Platz = Im Apostelklotz finden sieben Schneider Platz
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    Jelenkisch wie en Ihsebahnschien sin
  •  
    Gelenkig wie eine Eisenbahnschiene sein
    Die Kölner sagen es eher über sich selbst als über andere; nämlich dann, wenn eine relativ anspruchsvolle körperliche Aktion auf Grund mangelnder Sportlichkeit kläglich scheitert.
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    Op dat künnt mer mich dropschweiße, ich wöd mich lossroste
  •  
    Auf die könnte man mich draufschweißen, ich würde mich losrosten
    Um es diplomatisch auszudrücken: wenn man(n) einer Frau nicht so sehr zugetan ist
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    Op d'r Domtrapp jesesse han
  •  
    Auf der Domtreppe gesessen haben
    Das sagen die Kölner über jemanden, der mit viel Kleingeld bezahlt. Zu früheren Zeiten saßen auf der Domtreppe Bettler und Kääzemöhne (Kerzenverkäuferinnen), die abends mit vielen Kupfermünzen nach Hause gingen.
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    Schläch hüre kann se jot, ävver jot sinn kann se schläch
  • Schlecht hören kann sie gut, aber gut sehen kann sie schlecht
    Kölscher Humor in Reinform
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    Wat för en schön Tant Nett
  •  
    Was für eine schöne Tante Anette = Aufgedonnerte Dame
    Ironische Bezeichnung für eine übertrieben zurechtgemachte, eingebildete Frau (die nicht mal schön ist).
  • Mitten aus dem Leben

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    Butz widder Butz
  •  
    Stoß wieder Stoß = Vergelten (wie du mir, so ich dir)
    "Butz" bedeutet neben "Kuss" auch "Stoß"
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    Däm dun de Knoche nit mieh wieh
  •  
    Dem/der tun die Knochen nicht mehr weh = diese (ältere) Person lebt nicht mehr
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    De flöcke Pitter han
  •  
    Den schnellen Peter haben = Durchfall haben
    Hinweis: im "Kackleed" der Bläck Fööss heisst es "de flöcke Otto", was im Sprachgebrauch aber nicht verbreitet ist.
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    De Lück durch de Zäng trecke
  •  
    Die Leute durch die Zähne ziehen = über Leute lästern/tratschen
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    De Schnüss schwade
  •  
    Den Mund reden = ein Schwätzchen halten
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    Do mäht mer en Kölle kin Finster för op
  • Dafür macht man in Köln kein Fenster auf = das ist absolut unwichtig
    Noch bis ins 18. Jahrhundert wurden Abfälle und der Nachttopf einfach auf den Straßen entsorgt, denn Müllabfuhr und Toiletten gab es noch nicht. Dementsprechend stank es ziemlich übel und man machte die Fenster nur auf, wenn es wirklich nötig war.
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    En de Blech kumme
  •  
    Ins Gefängnis kommen
    Im preußischen Köln wurde um 1800/1801 von den Franzosen ein früheres Kloster an der Schildergasse zu einem Gefängnis umgebaut (ab 1848 eine reine Frauenhaftanstalt), das bis 1904 bestand.
    Ein Blechschläger namens Alexander Hittorf – auch Blechen Alexander genannt – und ein Maurermeister namens Johannes Butz (oder Botz) waren an den Umbauarbeiten beteiligt. Auf diese beiden soll die später volkstümliche Bezeichnung der Anstalt "bleche Botz" zurückgehen, was auf kölsch zugleich "blecherne Hose" bedeutet und im Volksmund als Synonym für den Zwangsaufenthalt im Gefängnis verwendet wurde. Quelle Später blieb dann nur noch "de Blech" als allgemeines Synonym für Gefängnis übrig.
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    Et ärme Dier han
  •  
    Das arme Tier haben = Trübsinnig oder melancholisch sein
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    Jet an de Jäng han
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    Viel um die Ohren haben; auch: unangenehme Geschäfte
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    Jet in de Maue han
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    Was in den Oberarmen haben = viel Kraft haben
    Je nach Zusammenhang kann es auch bedeuten, dass jemand viel Geld besitzt, da "Mau" auch Ärmel bedeutet (aus dem man das Geld schüttelt).
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    Jet us d'r Lamäng maache
  •  
    Etwas aus dem Handgelenk schütteln
    Wenn man etwas ohne vorherige Übung und mit Leichtigkeit oder aus dem Stehgreif macht. Auch hier macht sich die fast zwanzigjährige französische Besatzung bemerkbar: "Lamäng" stammt vom französischen "la main" (= die Hand) ab.
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    Kinne Kopp wie d'r Nümaat han
  •  
    Keinen Kopf wie der Neumarkt haben = sich nicht alles Mögliche merken können
    Der Neumarkt ist einer der wichtigsten und vielseitigst genutzten Plätze in der Kölner Innenstadt und hat in seiner langen Geschichte (erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1076) viel erlebt - so viel, dass man sich das alles gar nicht merken kann.
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    Met de Fööss vüran durch de Hahnepooz
  •  
    Mit den Füßen voran durch das Hahnentor = auf dem Melatenfriedhof beerdigt werden; auch: den letzten Gang antreten
    Zur Zeit der französischen Besatzung durften Beerdigungen nicht mehr auf den innerstädtischen Friedhöfen, sondern nur noch auf dem Melatenfriedhof stattfinden. Um zu diesem zu gelangen, mussten die Trauerzüge durch das Hahnentor am heutigen Rudolfplatz hindurch (Köln umgab noch eine Stadtmauer). Aus alter Sitte und aus Aberglaube wurden die Verblichenen immer mit den Füssen voran aus dem Haus und in diesem Fall auch aus der Stadt getragen.
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    Met d'r Nas op d'r Ärm schrieve
  •  
    Mit der Nase auf dem Arm schreiben = sich die (Rotz-)Nase am Ärmel abputzen
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    Met einem Bein en d'r Blech stonn
  •  
    Mit einem Bein im Gefängnis stehen
    Siehe "En de Blech kumme"
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    Nix an de Fööss han
  •  
    Nichts an den Füßen haben = kein Geld haben, arm sein
    Wenn man dagegen gut betucht ist, heißt es "jet an de Fööss han"
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    Noch nit lans Schmitz Backes sin
  •  
    Noch nicht am Backhaus Schmitz vorbei sein = noch nicht alles hinter sich haben; noch nicht in Sicherheit sein
    Zu dieser Redensart gibt es diverse Entstehungslegenden, historisch belegt ist keine. Ich zitiere hier aus "Kölns Legenden, Sagen und Geschichten" (1839) von Ernst Weyden:
    "Er ist noch nicht ausser Gefahr, bedeutet das Sprichw. Es war nämlich auf der Severinstraße am Ende der alten Stadt eine Bäckerei, welche so hieß, und die Verbrecher, welche den öffentlichen Staupenschlag erhielten, hatten die Strafe an diesem Hause überstanden."
    Staupenschlag war die meist mit Landesverweisung verbundene mittelalterliche Auspeitschung, die etwa bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts als Strafe üblich war. Der Verbrecher wurde vom Henker durch die Straßen geführt und dabei vom Volk geschlagen sowie mit Ruten (Staupbesen) und Lederriemen auf den entblößten Rücken gepeitscht. Sobald der Verurteilte das Severinstor und somit "Schmitz Backes" erreichte, war er der Stadt verwiesen und hatte die Folter hinter sich. Man erzählt sich, dass nicht alle diese Tortur überlebten.
    Hinweis: das Wörtchen "lans" (= vorbei/längs) verschwindet leider immer mehr aus dem allgemeinen Sprachgebrauch, daher hört man heute eher "noch nit am Schmitz Backes vürbei sin".
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    Op Jöck sin
  •  
    Unterwegs oder auf Tour sein
    Hier ist nicht der Juckreiz gemeint. Die Kölner sagen zu allen möglichen Fortbewegungsarten "jöcke" - wenn man also unterwegs ist (ob laufend, fahrend oder fliegend), "es mer op Jöck". Es wird übrigens auch verwendet, wenn man sich auf Kneipentour begibt.
    Hinweis: vereinzelt trifft man beim geschriebenen Ausdruck auch auf "op Jück". Das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass auch Kölsch seine Dialekte hat.
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    Sich op französisch verdröcke
  •  
    Sich auf französich verdrücken = ohne Abschied gehen
    Während der französischen Besatzung verkehrten viele Franzosen in den Kölner Gaststätten. Oftmals "vergaßen" diese Gäste, ihre Zeche zu bezahlen und schon war die Redensart geboren. Heute bedeutet es aber vielmehr ohne Abschied zu gehen, statt die Zeche zu prellen.
  • Sprichwörter

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    Beim Esse muss mer et Drinke nit verjesse
  •  
    Beim Essen soll man das Trinken nicht vergessen
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    Bes dohin läuf noch vill Wasser de Rhing erav
  •  
    Bis dahin läuft noch viel Wasser den Rhein runter = das dauert noch sehr lange
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    Besser en Luus em Döppe wie jar kei Fleisch
  •  
    Besser eine Laus im Topf als gar kein Fleisch = auch mit wenig zufrieden sein
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    Drückzehn Handwerker, vezehn Unjlöcker
  •  
    Dreizehn Handwerker, vierzehn Unglücke
    In etwa gleichzusetzen mit "zu viele Köche verderben den Brei". Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass folgende Deckeninschrift die alte Börse in Königsberg ziert: "Ja, dreizehn Handwerk, wie man spricht, dem mangeln vierzehn Unglück nicht". Stellt sich die Frage, wer hier von wem abschrieb.
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    Fließ kanns de vürdäusche, fuul muss de schon sin
  • Fleiß kannst du vortäuschen, faul musst du schon sein
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    Jöck es schlemmer wie Ping
  •  
    Juckreiz ist schlimmer als Schmerzen
    Auch bekannt aber weniger geläufig ist "Jöck es schlemmer wie Heimwieh" = Juckreiz ist schlimmer als Heimweh
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    Leever 'nen Därm em Liev verrenk, als dem Weet 'ne Schluck jeschenk
  •  
    Lieber den Darm im Leib verrenkt, als dem Wirt einen Schluck geschenkt
    Die Kölner trinken ihr Kölsch aus, egal wie der Körper das quittieren mag (schließlich ist es bezahlt).
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    Manch Arbeit muss mer e dutzendmol opschiebe, bes mer se endlich verjiss
  •  
    Manche Arbeit muss man ein Dutzend mal aufschieben, bis man sie endlich vergisst
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    Nix es esu schläch, dat et nit och för irjendjet jot es
  • Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch für irgendwas gut ist
    Kölscher Optimismus, oder: jede noch so üble Sache oder Situation bewirkt letzten Endes auch etwas Positives. Der Kabarrettist Jürgen Becker bringt diese Weisheit übrigens immer als Schlußsatz in den "Mitternachtsspitzen" zum Besten.
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    Och d'r Dom es nit an einem Daach jebaut wode
  •  
    Auch der Dom ist nicht an einem Tag gebaut worden
    Die kölsche Ergänzung zu "Rom wurde nicht an einem Tag erbaut". Bedeutende Dinge brauchen eben Zeit und entstehen nicht auf die Schnelle (im Falle des Kölner Doms 632 Jahre)
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    Ovends danze un springe, morjens de Botz nit finge
  • Abends tanzen und springen, morgens die Hose nicht finden
    Wenn man abends kräftig feiert, fällt es einem schwer, am nächsten Tag die einfachsten Dinge zu bewältigen - was vom kölschen Umfeld entsprechend kommentiert wird. Es kann auch so ausgelegt werden, dass jemand der Arbeit fernbleibt, weil katerbedingt die Hose nicht gefunden wurde.
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    Wenn et nit rähnt, dann dröpp et / Rähnt et nit, dann dröpp et doch
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    Wenn es nicht regnet, dann tropft es = Kleinvieh macht auch Mist; sich auch mit wenig zufrieden geben
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    Wer lang schlöf, dä schlöf sich wärm; wer fröh opsteiht, dä friss sich ärm
  • Wer lange schläft, der schläft sich warm; wer früh aufsteht, der frisst sich arm
    Das kölsche Gegenteil zu "der frühe Vogel fängt den Wurm"
  • Toleranz

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    Jeck, loss Jeck elans (dun laache wenn do kanns)
  •  
    Narr, lass den Narr vorbei (lache, wenn Du kannst)
    Losungswort im Kölner Karneval und weil alle Jecken im Karneval gleich sind, lässt der eine Jeck den anderen rücksichtvoll vor oder vorbei gehen.
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    Jecke sin och Minsche
  • Verrückte sind auch Menschen
    "Jeck" hat viele Bedeutungen. Hier sind nicht die Karnevalsjecken gemeint, sondern eher seltsam anmutende Zeitgenossen.
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    Jede Jeck es anders
  • Jeder Mensch ist anders = Geschmack und Lebensweise sind unterschiedlich
    Die wohl bekannteste und gebräuchlichste Redensart in Köln und drumherum. Das sagen die Kölner lachend und/oder achselzuckend, wenn Lebensweise, Aussehen oder Verhalten eines (oder mehrerer) Mitmenschen nicht der "Norm" entspricht.
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    Jedem Dierche sing Pläsierche
  • Jedem Tierchen sein Vergnügen = jedem das Seine
    "Pläsier" stammt aus dem Französischen und bedeutet Freude/Vergnügen
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    Jedem Jeck jefällt sing Mötz
  •  
    Jedem Narr gefällt seine Mütze
    Jeder hat einen anderen Geschmack und das ist auch gut so.
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    Wat däm ein sing Üül, es däm andere sing Nachtijall
  • Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall = Geschmäcker sind verschieden; was für den einen hässlich, ist für den anderen schön
    Eigentlich ein kölsches Sprichwort aber zu "Toleranz" passt es ebenso.
  An die Verfechter der weiblichen und männlichen Benennung (hier "die Kölner" und "die Jecken"):
es sind selbstverständlich sowohl Männlein als auch Weiblein gemeint. Aus Gründen der Lesbarkeit habe ich mir "die KölnerInnen" und "die JeckInnen" gespart. Danke für das Verständnis.
  13.06.2020
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